Viel Interesse beim Infostand

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Der Info-Stand der Reutlinger Altstadtfreunde beim Tag des offenen Denkmals war gut besucht.

Das Interesse der Bürgerschaft an der Sanierung der historischen Häuserzeile Oberamteistraße ist nach wie vor groß. Interessante Diskussionen gab es über das geplante gläserne Eckhaus, das künftig die aus dem 14. Jahrhundert stammenden Bauten stützen soll. Unterstützt wurde der Altstadtfreundeskreis tatkräftig durch Fachleute vom Gebäudemanagement der Stadt Reutlingen.

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Infostand zur Sanierung und Neubau

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Historische Oberamteistraße 28-34

Der Altstadt-Freundeskreis Reutlingen e.V. informiert inZusammenarbeit mit dem Gebäudemanagement Reutlingenüber das historische Erbe und die anstehende denkmal-gerechte Sanierung mit Neubau der Oberamteistraße 28-34.

Da die Häuser momentan nicht besichtigt werden könnenfindet die Veranstaltung von 11:00 – 16:00 Uhr im Garten desHeimatmuseums statt.

Gute Idee auch gut vermitteln

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Altstadtfreunde wollen Bürgerschaft stärker in die Denkmal-Rettung einbeziehen: Beifall für Baubürgermeisterin Ulrike Hotz bei der AFK-Mitgliederversammlung

Reutlingen – Die Altstadtfreunde Reutlingen freuen sich, dass den vielen Worten zur Sanierung der historischen Häuserzeile an der Oberamteistraße jetzt endlich Taten folgen. Vorsitzender Dr. Konrad Kern sicherte Baubürgermeisterin Ulrike Hotz die volle Unterstützung des Freundeskreises zu. Sein Stellvertreter Jürgen Robert Klein will dazu beitragen, „die gute Idee“ eines neuen gläsernen Eckhauses auch gut zu vermitteln. Die Erste Bürgermeisterin kündigte bei der AFK-Mitgliederversammlung die öffentliche Ausstellung eines Musterelements der Glasfassade an.

Ulrike Hotz rechnet mit einem Baubeschluss für das gläserne Haus an der Ecke von Spendhaus- und Oberamteistraße und die denkmalgerechte Sanierung der historischen Häuserzeile in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres. Gebäudeform und Baumasse des neuen Eckhauses würden der historisch belegten Größe des 1972 abgebrochenen steinernen Hauses entsprechen. Das neue gläserne Haus werde künftig die Stützfunktion übernehmen. Die Konzeption sieht für die Gebäude der Oberamteistraße 28-32 einen maximalen Substanzerhalt zur Darstellung der historischen Aussagekraft vor. Die Erschließung erfolgt einzig über den historisch gotischen Durchgang der Oberamteistraße 30, der wieder hergestellt wird. Er verknüpft die Oberamteistraße mit dem ehemaligen Klostergarten und stellt verlorengegangene städtebauliche Beziehungen wieder her. Eine Verbindung zum Heimatmuseum über den vorhandenen Tunnel wird geprüft.

Unter Beibehaltung der historischen internen Erschließung werden die Räume nach dem jeweils vorhandenen bauhistorischen Befund in verschiedene Zeitepochen versetzt. Daraus ergibt sich eine Darstellung des Lebens und Arbeitens vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Die unterschiedlichen historischen Epochen werden in den jeweiligen Räumen thematisiert. Einzelbefunde werden aus den örtlichen und übergreifenden historischen Zusammenhängen heraus verständlich. Anlässe für bauliche Veränderungen erklären sich aus der Geschichte heraus. Die Gebäude werden zum Spiegel der Stadtgeschichte von der Zeit der Erbauung der Häuser bis in die Gegenwart, wobei der Neubau die heutige Zeit repräsentiert. Das konkrete Konzept der historischen Erstellung wird nach den Worten von Bürgermeisterin Hotz vom Gebäudemanagement gemeinsam mit den Architekten und unter Mitwirkung des Heimatmuseums erstellt.

Der Altstadtfreundeskreis will beim Tag des offenen Denkmals am 9. September 2018 im Museumsgarten auch ein Modell des gläsernen Hauses zeigen. Von 10.30 bis 16.30 Uhr will man unter dem Motto „Verbinden, was uns verbindet“ über die Konzeption einer beispielgebenden Sanierung mit einem ikonenhaften Neubau informieren. Das Konzept verkörpere die kulturelle Herkunft und mache diese sichtbar. Man erwarte davon eine nachhaltige Bereicherung der Kulturmeile. „Wir wollen aber auch auf die vielen anderen denkmalgeschützten Gebäude in der Altstadt hinweisen“, sind sich Vorsitzender Kern und sein Stellvertreter Klein einig. Es sei wichtig, die Bürgerschaft in die Denkmal-Rettung einzubeziehen. Der Altstadtfreundeskreis hoffe auf zahlreiche Hinweise und Anregungen aus der Bevölkerung. Dazu werde es künftig auch einen monatlichen Stammtisch geben.

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(Baubürgermeisterin Ulrike Hotz (rechts) erläutert Dr. Konrad Kern Vorsitzender des Vereins und Beisitzer Jürgen Knorrn Details des Entwurfes. Foto: Hans Bock)

Bereit für die Zukunft

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Der neue Vorstand vom Altstadtfreundeskreis, gewählt am 15.12.2017: Von links: Bernhard Wilke, Juergen Knorrn, Dr. Konrad Kern, Hans Bock und Martin Schuetzler.

Altstadt-Freunde freuen sich über Weichenstellungen für Oberamteistraße:

„Jetzt muss es zügig weiter gehen“

Regine Vohrer macht Konrad Kern als neuem Vereinsvorsitzenden Platz

Reutlingen – „Der erste Schritt ist getan. Aber jetzt muss es auch zügig weitergehen“, kommentierte Regine Vohrer beim Altstadt-Freundeskreis den Abschluss des Wettbewerbs für die denkmalgerechte Sanierung der historischen Häuserzeile in der Oberamteistraße. Der Gemeinderat müsse gleich zu Beginn des neuen Jahres entscheiden, ob die Stadt die Realisierung selber in die Hand nehme oder an die GWG übertrage. „Es darf jetzt zu keiner erneuten Hängepartie kommen“, betonte auch Dr. Konrad Kern, der einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Altstadt-Freundeskreises gewählt wurde.

Regine Vohrer kandidierte nicht mehr für den Vorsitz, sondern wechselt in den Beirat des Vereins. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Altstadtfreunde den Architekten Jürgen Robert Klein. Medienreferent bleibt Bernhard Wilke, Schriftführer Hans Bock. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden bei der Hauptversammlung im Café Sommer Jürgen Knorrn, Diane Scherzler und Martin Schuetzler bestätigt. Dem Beirat gehören neben Regine Vohrer weiterhin Prof. Roland Wolf, der Bauhistoriker Tillmann Marstaller und Stadtrat Hagen Kluck an.

„Ich werde alles tun, um das Projekt im Gemeinderat voranzubringen“, versprach Regine Vohrer „es ist schon viel zu viel Zeit verloren gegangen“. Jetzt liege ein überzeugender Entwurf für ein die mittelalterlichen Häuser wieder stützendes Eckgebäude vor. Einstimmig habe sich das Preisgericht für den von Stephan Burger betreuten Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros Wulf und der Reutlinger Statiker Knaak und Reich entschieden. Geplant ist eine Fachwerkkonstruktion, die komplett mit gläsernen Biberschwanzziegeln verkleidet ist. Das neue Eckgebäude soll Aufzug und Treppenhaus für den Zugang zu den historischen Gebäuden aufnehmen und erlaubt auch einen Blick auf den freigelegten Keller.

Die Altstadt-Freunde wollen die weiteren Schritte zur Sanierung der Oberamteistraßen-Häuser konstruktiv-kritisch begleiten. „Man darf sich jetzt nicht auf dem guten Ergebnis des Wettbewerbs ausruhen“, stellte Konrad Kern fest. Der Verein werde an die bisherigen Aktivitäten anknüpfen, zu deren Höhepunkten die Beteiligung am Tag des offenen Denkmals zählte. Spätestens bis zum Denkmaltag am 9. September 2018 müssten die Detailplanungen auf den Weg gebracht sein. Der Altstadt-Freundeskreis werde Anfang des Jahres eine Führung durch die Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse in der Eingangshalle des Rathauses anbieten.

Bei der Hauptversammlung hatten die im Amt bestätigten Kassenprüfer sind Holger Bergmann und Clemens Vohrer dem Verein eine gute Finanzlage bescheinigt. Deshalb beschlossen die Mitglieder eine Senkung des Jahresbeitrags auf 15 Euro. Damit will man auch eine eventuell bestehende Hürde zur Mitarbeit bei den Altstadtfreunden abbauen. Konrad Kern und Regine Vohrer riefen dazu auf, die Basis des Vereins zu verbreitern. Es sei schließlich ein Anliegen der gesamten Reutlinger Bürgerschaft, eine der ältesten mittelalterlichen Häuserzeilen Deutschlands zu erhalten und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

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